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ROMANE:   Godes Wort  (Infos, Essay) ***   Feueraugen  (Infos)

ERZÄHLUNGEN / KURZGESCHICHTEN:   BEGEGNUNGEN (Leseproben)  *** 1981 (Richard) (Leseprobe)

Strich für Absätze

Die Medienmeldungen von Amokläufern an Schulen und terroristischen Aktionen weltweit haben unser Gefühl für diese Art von ›Nachrichten‹ sensibilisiert - und zugleich abgestumpft.

Was wir wirklich darüber wissen, zeigt dieser Roman ebenso auf wie das, was wir darüber wissen sollten, wenn wir Nachrichten hören/sehen und uns schockiert abwenden oder aufbrausend nach Gerechtigkeit schreien.

Ich habe diesen Roman bereits 1978/79 geschrieben - 2005-2007 umgearbeitet und bin heute, bedingt durch die Ereignisse der letzten Jahre, noch einmal dabei, ihn einer kritischen Durchsicht zu unterziehen.

GODES WORT SW-TITEL-Hintergrund Text Warum
GODES WORT Cover Vor-Nachwort-mini

VORWORT oder NACHWORT ... noch bin ich mir nicht sicher, wie ich diesen Text in das Gesamtkonzept einbauen soll! Meinungen dazu sind erwünscht.

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DIE SINNHANDLUNG am Bespiel »Godes Wort«

(Ein Essay)

Ausführlicher Kommentar zu dem, was hinter der offensichtlichen Rahmenhandlung des Romans zu finden ist. Gleichzeitig eine Untersuchung von Handlungsaufbau an sich.
 

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Titel Sinnhandlung in GWmini

Zu den Details weiter unten !

Strich für Absätze

Es geht um Fanatismus, Terrorismus und die vorauszusetzende Enttäuschung, dieses Leben in den allgemein erwarteten Form zu meistern. Und es geht um die Umdeutung einer als ›religiös-philosophisch‹ zu bezeichnender Schrift, die den einen Trost sein will und den anderen zum Leitfaden für den bedingungslosen Terror wird (GODES WORT).

Die Missverständnisse innerhalb der verschiedenen Prozesse des Erkennens und Verstehens bestimmen die Handlung im Hintergrund – vordergründig geht es um blinden Eifer, Wut, totalitären Glauben und durch vermeintliche Erkenntnis gestützten Extremismus. Fundamentalistische Einsichten schlagen sich mit den Vorgaben gemäßigter Anschauungen herum. Vergeben steht gegen Rache, Versöhnung gegen Verdammnis.

Es ist ein biblischer Entwurf, von der Anmaßung des Menschen, selbstherrlich Recht zu sprechen gegen solche, die ihm nicht in sein Konzept passen, und die er ... Gott-gleich ... bestraft. Und mehr als nur ein Entwurf. Es ist die Geschichte des biblischen »Im Anfang war das Wort ...!« - mit all den Haken und Ösen, die Laien und Wissenschaftler über die Jahrtausende darin gefunden und bemängelt haben.

Im Anfang war das Wort … auch in diesem Roman!

So ist es in diesem Roman, der auf ganz schlichte Weise die Aufzeichnungen eines von seinen Bewunderern hoch geschätzten Philosophen namens Andreas Gode aus Berlin (im Exil der 1930er-40er Jahre in London dann  Sir Andrew Gode) von fanatischen Anhängern umdeutet und ins Gegenteil der ursprünglichen Intention verkehrt. (Daher im Englischen die naheliegende, gedankliche Verknüpfung: »Gode's Word« > GODʼs WORD = GOTTES WORT)

 

GODES WORT SW-Buch I-Hintergrund Text Warum

GODES WORT - 1. Buch ›DIE SCHÜLER‹ 

Diesen 1. Teil des Romans gab es 2010/11
für eine kurze Zeit auf neobooks.com (online) zu lesen.

KURZINHALTE - Beschreibung,

was einen Leser erwartet - hier klicken!

Strich für Absätze

Der Roman besteht aus 4 Büchern.

1. Die Schüler    (Ein in sich abgeschlossener Schüler-Roman)

2. Die Lehrer     (Fortsetzung der Geschichte, 10 Jahre später)

3. Die Anderen   (Szenenwechsel - London)

4. Die Lehre    (Großes Finale)

I) Das erste Buch ist eine breit angelegte Studie über den Werdegang zweier junger Menschen - vom Normalbürger hin zu gesellschaftlichen Chaoten.

II) Das zweite Buch steht einerseits in absoluter Ruhe da, mit den Lektüren der erwähnten Schrift des Philosophen Gode - andererseits mit der wiederholten Versuchung durch das Böse, der die Protagonisten nicht widerstehen können.

III) Im dritten Buch dann treiben geradezu cinematografische Elemente den Handlungsablauf zwischen Vergangenheit und Gegenwart voran, zersplittern in fortgeführten Erklärungen zur ›Sinnhandlung‹ die Geschichte und quirlen über Rückblenden bis zurück zur Entstehung des originalen Buches (Gode’s Word) die Rahmenhandlung durcheinander. Dass ein pensionierter Kriminalinspektor den Faden aufnimmt, hat allegorischen Wert - und soll nicht mehr sein. Dass sich eine Personage aus dem zweiten Buch als JUDAS auf die unbedingte Suche nach den ›Bösen‹ macht, soll entsprechend gewichtet werden.

IV) Im vierten Buch kumuliert die ›Sinnhandlung‹ mit der Rahmenhandlung - d. h. das, was hinter der eigentlichen Romangeschichte steht, dringt mehr und mehr in den Vordergrund.

Bis zuletzt, trotz aller kriminalistischer Anstrengungen der ›Guten‹, dann doch die ›Bösen‹ die Oberhand zu erlangen scheinen ... scheinen.

Das Finale zeigt auf, was von den Guten und Bösen zu halten ist und welche Bedeutung sie im Spiel der Zeiten haben ...

  • »Da sah ich ein fahles Pferd, und der, der es ritt, hieß ›der Tod‹, und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde; Macht zu töten durch Schwert, Hunger und Tod ...!«  (Offb. Joh. 6,8)

... wenn ein Viertel der Erde der Verwüstung überantwortet werden darf!

Erst am Jüngsten Tag?

 

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Strich für Absätze
Es werde Licht

KURZINHALTE:

(Warnung ! - Umso mehr hier gelesen wird, desto eher besteht die Gefahr, dass die mögliche Spannung bei der Lektüre vermindert wird!)

Aber ...  noch ist der Roman  ja nicht veröffentlicht!

1. Buch: DIE SCHÜLER

1. Buch: DIE SCHÜLER

(Ein in sich abgeschlossener ›Internats-Roman‹ (nicht autobiografisch, aber in eigener Erfahrung sicherlich von meinen Erlebnissen als Internatsschüler der Zeit 1965-1971 in Prien am Chiemsee geprägt).
 

Martin Dassbrett ist kein konformer Schüler. Bereits von mehreren Schulen verwiesen, kommt er an das Steyr-Bachwald Gymnasium im nicht weiter definierten Alpenvorland (Chiemgau).

Die zweite Hauptfigur, Janine dʼArtot, könnte man als das genaue Gegenteil dieses unliebsamen Schülers bezeichnen: ein Vorbild für all ihre Kolleginnen, beliebt bei allen Lehrern.

Martin und Janine lernen sich über ihre gemeinsamen musikalischen Interessen kennen und beschließen –zum Entsetzen des ganzen Institutes– als Kammermusik-Duo im Rahmen der 100-Jahr-Feier zum Bestehen des Institutes an einem der ausgeschriebenen Wettbewerbe teilzunehmen. Dass sie sich ineinander verlieben … es geht Hand in Hand mit ihrer partnerschaftlichen Entwicklung.

Es kommt zum Eklat - nicht weil die beiden an sich selbst oder ihren Fähigkeiten scheitern, sondern weil niemand sie als Duo und als ›Paar‹ akzeptiert - weder die Lehrer noch die Mitschüler. Die Repressalien, die zu anfangs nur Martin getroffen haben, weiten sich auf seine neue Partnerin aus - bis sie schließlich zum Freiwild für einige übermütige Kameraden wird. Die Vergewaltigung Janines bringt Martin in Rage - er schlägt die Verursacher krankenhausreif - bleibt aber unerkannt, da auch diese den wahren Tathergang verschweigen.

Obwohl niemand Details erfährt, kommt es rasch zu Androhungen des Schulverweises für Martin, den sein betuchter Vater nur durch eine großzügige Spende ans Institut davor bewahren kann. Der Schüler zieht in eine Privatwohnung im Ort um und besucht fortan als Externer die Schule. Eine Auflage gibt es trotz der großzügigen Spende des Vaters: Martin darf sich auch nicht mehr das Geringste zuschulden kommen lassen.

Der Finalteil des Buches zeigt die Gemeinheiten auf, mit denen Martins und Janines Kameraden die beiden dazu provozieren wollen, dass ein endgültiger Schulverweis für Martin ausgesprochen werden kann. Janine als seine Freundin erleidet diese Zeit in verstärkter Form, denn während Martin außerhalb der Schulzeiten in seiner Privatsphäre Kraft für die nächsten Attacken von Lehrern und Kameraden tanken kann, bleibt sie im Internat und muss die Repressalien ihrer Kameradinnen ertragen. Während Martin sich mit einem  Hotelgast aus England (Frank McFinley – der ab dem 3. Buch eine gewichtige Rolle im Roman spielen wird) anfreundet, der ihn auch zu verstehen scheint und mit dem er auch nach dessen Abreise in brieflichem Kontakt bleibt, steht Janine ohne Schutz da, wenn sie sich im Institut aufhält.

Martin erwirkt schließlich eigenmächtig, dass seine Freundin –wie er– als externe Schülerin die Schulstunden besucht und sich den Gemeinheiten ihrer Umgebung entziehen und sich andererseits auf ihre Abiturprüfungen konzentrieren kann.

Es kommt dennoch anders, denn niemand gönnt den beiden diese Ruhe.

Das 1. Buch kumuliert in einem Rundumschlag gegen alle und alles - nach der Vorstellung:

Wer frei von Schuld ist, der hat auch von Martin Dassbrett nichts zu fürchten.

Die Rache des verzweifelten Schülers ist radikal. Er plant all jene zu bestrafen, die ihm ›Böses‹ angetan haben - alle Verleumder, alle Neider, alle Ungerechten und all jene, die ihm und Janine auch körperliches Leid zugefügt haben.

Die Finalszene ist bezeichnend:  Er sprengt die Schule und einige Gebäude im Dorf - nach langer, akribischer Vorbereitung … wohlüberlegt - nicht in blindem Hass ... eher als Richter ohne Gnade.

Ein langer Abschiedsbrief an die Menschen nach diesem Tag, an die Gesellschaft und das Gewissen all jener, die tatenlos dabeigestanden haben, als ihm und Janine der schulische Alltag trotz aller Bemühungen, nirgends anzuecken, zur Hölle gemacht wurde, wird von einem gelesen, der den Schüler verstanden zu haben glaubte - sein Vermieter. Währenddessen explodieren die sorgfältig geplanten und in langwieriger Nachtarbeit vorbereiteten Sprengsätze.

Die Rache des gedemütigten Schülers ist allumfassend!

 

2. Buch: DIE LEHRER

Wären da nicht einige Rückblicke auf das erste Buch, wäre auch dies ein in sich abgeschlossener Roman … diesmal eher philosophischer Natur. Es ist der Teil des Werkes, in dem die Schrift vorgestellt wird, die dem ganzen Roman den Namen gegeben hat:

GODES WORT (im englischen Original: GODEʼS WORD

Die erste neue Personage, die der Leser im 2. Buch kennenlernt, ist Willy Friedlich, ein schüchterner, naturverbundener Bursche, der in einem Bergdorf namens Gutleben sein eher langweiliges Dasein fristet. Er trauert einem Mann nach, der für ihn ein zweiter Vater gewesen ist, der das Dorf aber nach einigen unglücklichen Vorfällen für immer verlassen hat:  Herr Dombrecht, sein lieber Meister.

Martin Dassbrett und Janine dʼArtot tauchen als ›Aussteiger‹ auf, die seit Jahren durch die Berge ziehen und sich keinem Gesetz mehr unterworfen fühlen. Willy Friedlich trifft sie an einem Ort, der für ihn magische Bedeutung hat: an der Quelle des Baches, der durch sein Dorf fließt. Von hier aus hat er den Rundblick auf die Welt, in der er lebt … und auch auf eine Schlucht, die so unzugänglich scheint, dass dort niemand leben kann: das Teufelsloch - ein mysteriöser Ort, den offenbar noch nie jemand betreten, geschweige denn erforscht hat.

Die Bekanntschaft mit den beiden Aussteigern oben an der Quelle des Baches führt dazu, dass Willy die Fremden zu sich ins Dorf einlädt … vor allem, weil Janine die Gespräche mit dem jungen Mann genießt und wieder einmal unter Menschen kommen möchte.

Gutleben empfängt die Fremden mit Ablehnung und Misstrauen, was schließlich gar in offenen Hass mündet. Die beiden ›Wilderer‹ –als solche werden sie bezeichnet– geraten unverschuldet an die Knechte eines Großbauern, der im Dorf das Sagen hat, und werden zusammengeschlagen, geschändet und misshandelt … weil sie anders sind, weil es sich so ergibt und die Knechte gerade Lust auf Streit haben.

Gerade noch so am Leben, gelingt Dassbrett mit Janine die Flucht … kurz vor dem Eintreffen des zuständigen Oberförsters in der Region, der die beiden ›verhaften‹ soll. Niemand hilft ihnen, keiner steht zu ihnen … bis auf Willy, der alles tut, was er kann, um sie aus dem Dorf zu schaffen.

Halb tot schleppen sich die beiden davon und wählen den gefährlichen Abstieg in die Schlucht – das geheimnisumwitterte, unzugängliche Teufelsloch. Dort werden sie von einem alten aber sehr rüstigen Eremiten aufgelesen, der sie in seiner bescheidenen Behausung gesund pflegt.

Sie bleiben bei dem alten Mann den ganzen Winter über und in langen Gesprächen kommt es zur Annäherung und Offenlegung ihrer Lebensgeschichten. Der Eremit ist der geliebte Herr Dombrecht Willys, der sie schließlich mit einer Schrift konfrontiert, in der das geschrieben steht, was Martin Dassbrett schon immer erkannt hat … dass der Mensch schlecht sei und alle Bösen bestraft gehörten. Dombrecht erzählt ihnen seine lange Lebensgeschichte, die vom Wien der Kaiserzeit über das Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre bis hin nach London und endlich Gutleben und die Eremitage reicht. Dassbrett und Janine bekennen sich zu ihrer Vergangenheit als Schüler in Sabach und lesen das Buch mit dem Titel ›Godeʼs Word‹ wie eine Plaidoyer der Rechtfertigung für ihre Tat.

Im Frühling taucht dann ein alljährlicher Gast in der Eremitage auf … Boris Vabuchon, offenbar ein Gesetzloser, der sich nimmt, was er bekommen kann und keinen Unterschied zwischen guten, nicht so guten und bösen Menschen macht. Er verachtet sie alle und lebt abseits von ihnen.

Mit ihm zusammen, so wird schnell klar, werden sie auch an dem Dorf, in dem Willy lebt, Rache nehmen … Rache für die Unmenschlichkeit, die ihnen dort widerfahren ist.

Getrieben von den Textpassagen der Schrift des Andreas (Andrew) Gode, den Dombrecht persönlich kennengelernt hat und dessen Bewunderer er gewesen ist, ziehen die drei Rächer ins Dorf und vollziehen dort die Rache, die weit über das hinauszielt, was Dassbrett in Sabach getan hat.

Willy wird verschont - aber er hat zuletzt begriffen, dass diese Art von Selbstjustiz nicht akzeptiert werden kann. Als einer der wenigen Überlebenden des Dorfes beschließt er, die Rächer zu verfolgen und zu stellen.

 

3. Buch: DIE ANDEREN (Die Außenwelt)

Frank McFinley ist gerade pensioniert worden … und seine Freunde auf einer großen Party necken ihn mit dem Titel ›Inspektor a.D.‹. Vierzig Jahre und mehr hat er sich bei der Londoner Kriminalpolizei in den Dienst der Gerechtigkeit gestellt … jetzt will er seine Ruhe haben und sich um seine Hobbys kümmern: Literatur, Musik, gutes Essen und … Doris Wingate, eine attraktive Dame, die er bereits einmal durch die stressigen Termine und die Verantwortung seines Berufes verloren hat. Diesmal soll es ›klappen‹. Er möchte als Privatmann nur noch das tun, was ihm gefällt … ihm und Doris.

Sein bester Freund ist Ferguson … zugleich sein Diener, bevorzugter Gesprächspartner, Koch und Kumpel.

Der Leser kennt den Ex-Inspektor Frank McFinley aus dem 1. Buch als (nicht ganz unwichtige) Randfigur – ein Hotelgast in Sabach, mit dem sich Martin Dassbrett angefreundet hat. Aus dem 2. Buch kennt er auch den Namen dessen, der das ursprüngliche Vorwort zu ›Godeʼs Word‹ geschrieben hat: Sir George McFinley … Franks Großvater.  Auf der großen Party taucht ein junger Österreicher auf, der sich ›Judas‹ nennt:  Es ist Willy Friedlich aus dem 2. Buch. In Verkleidung (als Ehepaar Laplanche und Monsieur Vabuche aus Frankreich) treten auch Dassbrett, Janine und Boris Vabuchon kurz in Aktion … aber noch steht keiner mit dem anderen in näherer Verbindung.

Das ändert sich, als Londons Bewohner in Panik ausbrechen, da irgendwelche Verrückten, die sich selbst in hinterlassenen Bekennerschreiben als ›die Rächer‹, ›die Richter‹ und die ›Henker‹ bezeichnen, Anschläge auf Einzelpersonen und Institutionen in der Stadt verüben. Der Terror wird in den Zeitungen der Boulevardpresse genau verfolgt … zu genau. Man druckt sogar die Bekennerschreiben wörtlich ab … und steigert damit die Panik in der Stadt.

Ein Zufall will es, dass Frank McFinley über seinen Ex-Kollegen Spaulding eines dieser Bekennerschreiben im handschriftlichen Original kennengelernt. Er erinnert sich an Martin Dassbrett in Sabach und entdeckt Ähnlichkeiten in der Handschrift. Während er sich an einen befreundeten Schriftkundigen wendet, der ihm Gewissheit verschaffen soll, hat Willy Friedlich alias Judas eine auf der großen Party zu Beginn des 3. Buches ausgesprochene Einladung angenommen und sich bei McFinley angemeldet. Man möchte sich über die Gedichte des Judas aus Österreich unterhalten … doch es kommt ganz anders.

McFinley, Judas und Ferguson entdecken über einen Wirrwarr von Zusammenhängen, wo sie wirklich stehen. Martin Dassbrett und Janine leben, haben einen Neuen bei sich –Vabuchon– und sind auf der Suche nach der Gemeinschaft Andrew Godes, von der alle annehmen, dass sie sich mit den Rächern verbünden muss, da doch in Godes Wort der Untergang aller Bösen gepredigt wird.

Eine Hetzjagd der Gedanken beginnt und sie spielt sich in McFinleys Haus ab. Dort läuft alles zusammen. In seiner Bibliothek befindet sich ein Exemplar von ›Godeʼs Word‹, sein Großvater hat das Vorwort verfasst, Judas ist da, dessen Gedichte sich eindeutig mit den Taten der ›Rächer‹ auseinandersetzen und andere kommen hinzu, die im Verlauf der Handlung als Gefährten eingeschworen werden. Man will die ›Rächer‹ ohne Wissen der Polizei unschädlich machen, da es zu gefährlich scheint, das inzwischen bekannte Wissen um ›Godeʼs Word‹ öffentlich zu diskutieren. Eine neue ›Bibel des Schreckens‹ … die auf die Vernichtung aller ›Bösen‹ hinzielt.

Eine junge Journalistin, die sich in Willy Friedlich verliebt hat, der Grafologe Coffield, der Ex-Kollege McFinleys –Spaulding– und natürlich auch des Ex-Inspektors neue, alte Liebe –Doris Wingate– schließen sich an. Man weiß inzwischen, dass die Rächer ›Nachfahren‹ der Gemeinschaft um die Gemeinschaft Godes in der Schweiz aufsuchen wollen, und ist der Überzeugung, dass man sie daran hindern muss, mit eventuellen Mitstreitern zusammen zu treffen.

Die Gruppe um Judas / Willy Friedlich und McFinley schwört sich auf Geheimhaltung ein. Wenn die Rächer ohne öffentliches Aufsehen unschädlich gemacht werden können, dann nur durch ›Außenstehende‹ - wie sie meinen.

 

4. Buch: DIE LEHRE (Die Innenwelt)

So, wie aus den Notizen Sir George McFinleys und einiger Briefe aus seinem Nachlass herauszulesen gewesen ist, befindet sich die Gemeinschaft des Verfassers von ›Godeʼs Word‹ –d. h. deren Nachkommen– in Altdorf in der Schweiz. Die Gruppe um Judas fährt dorthin und will verhindern, dass Dassbrett, Janine und Vabuchon neue Mitstreiter für ihre Sache gewinnen können.

In Zürich (auf dem Weg nach Altdorf), lernt der verkleidete Ex-Inspektor McFinley mit Doris und seinem Freund/Diener Ferguson das Ehepaar Wail aus London kennen, das sich ihnen anschließen will, ohne deshalb allzu viele Details zu erfahren.

Doch die Ereignisse geraten außer Kontrolle:

Dassbrett, Janine und Vabuchon steigen in einem Hotel ab und erfahren, dass der Ort, an dem Godes Nachfahren (und damit die möglichen Mitstreiter) leben sollen, seit Jahrzehnten abgeschottet von der Außenwelt ist.

Coffield (der Grafologe) erhält Zugang zu einem Kloster, das engen Kontakt mit dem Stammsitz der Familie pflegt, auf den sich Godes Gemeinschaft zum Ende des 2. Weltkrieges zurückgezogen hat.

Die neuen Bekannten McFinleys entpuppen sich als undurchsichtige Gestalten.

Willy und die in ihn verliebte Journalistin Elaine verschwinden plötzlich. Coffield und der Klostervorstand führen lange Gespräche über Religion, Glauben und den Menschen  … und es erweist sich, dass sie die ganze Zeit über ›Godeʼs Word‹ reden. Der Klostervorstand kontrolliert das Gespräch –eines der wichtigsten im Roman– und führt den Grafologen hin zu der Einsicht, dass man dieses Buch auch ganz anders verstehen könne.

Im Kloster gibt es ein Exemplar der Schrift Godes.

Dassbrett und Janine verschwinden.

Ferguson verschwindet.

McFinley, Doris und Coffield erhalten eine Einladung des Burgherrn auf dem Familiensitz derer, die als die Gemeinschaft Godes angesehen wird.

Zuletzt weiß keiner mehr, wo er steht. Ist Godes Schrift die neue Bibel der Verdammnis oder haben einige nur etwas falsch verstanden.

Gespräche über Religion, über den Glauben, über die menschliche Kommunikation … alles wird zuletzt ein unentwirrbares Rätsel für den Leser, denn jeder ist verdächtig, jeder ist mit irgendeinem Makel behaftet und keiner scheint eindeutig auf der zugewiesenen Seite zu stehen … bis auf Dassbrett und Janine einerseits und Willy sowie McFinley anderseits.

Zuletzt befinden sich alle Protagonisten auf der Burg Teffel … dem Stammsitz der Familie des Mannes, der seinerzeit die ›Weisheiten‹ Godes aufgeschrieben hat. Die Rächer sind nicht willkommen, ja, sie werden sogar festgehalten. Denn … die Gemeinschaft der Leute um Gode und ihre Nachfahren, sie denkt nicht daran, die Bösen zu vernichten. Sie leben in einer Art klösterlicher Gemeinschaft und versuchen die Gebote der Schrift Godes in ihr alltägliches Leben einzubauen. Sie haben sich ein Paradies erschaffen, in dem jeder seinen Stellenwert hat und seine Aufgabe. Der Fehler im Verständnis lag darin, dass es um ›das Böse‹ ging … das Böse in jedem Einzelnen von uns selbst. Dieses gilt es zu bekämpfen und auszulöschen … nicht ›den bösen Menschen / die Bösen‹, wie es die Rächer verstanden haben.

Eine harmonische Finalszene könnte erwartet werden … doch auch darin haben die Protagonisten etwas falsch verstanden. Das Finale sprengt mit Sicherheit jegliche Erwartung und Vorstellung eines jeden Lesers ... und kann schon deshalb hier noch nicht einmal ganz vorsichtig angedeutet werden.

 

 

Offenbarung

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Strich für Absätze

In jedem Fall wünsche ich interessierten Lesern ein paar anregende,
vielleicht auch zum Nachdenken verleitende Momente mit der Lektüre,
die ich in absehbarer Zeit als »Leseprobe« hier einstellen möchte.

Der ganze Roman (etwa 1200 Seiten) wird sicherlich nur als Buch im Handel erhältlich sein.

DIE SINNHANDLUNG

(Ein Essay)

Ausführlicher Kommentar zu dem, was hinter der offensichtlichen Rahmenhandlung des Romans zu finden ist. Gleichzeitig eine Untersuchung von Handlungsaufbau an sich.

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